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Kassensicherungsverordnung (KassenSichV)

Sicherheitseinrichtung (TSE) für Ihr Kassenbuch?
TSE/ KassenSichV

Ab dem 30.09.2020 müssen in Deutschland Registrierkassen, deren Bauart es technisch zulässt, mit einer sogenannten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Die Sicherheitseinrichtung speichert die Transaktionen der Kasse auf ihrem internen Speicher und liefert einen Code zurück an die Kasse. Dieser Code ist auf jeden Verkaufsbeleg zu drucken. Die Daten werden in einem unveränderbaren Protokoll gespeichert, das für das Finanzamt exportierbar sein muss. Der VDMA, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, als größter europäischer Industrieverband hat von seiner Fachabteilung Wägetechnik dazu nachfolgende Antworten (Auszug) aus vorliegender Positionierung zusammengestellt:
  • Was ist die KassensichV?

    Die Kassensicherungsverordnung ist eine Verordnung des Finanzministeriums, die neue Standards zur Verhinderung von Manipulationen an Registrierkassen verbindlich vorschreibt.
  • Wofür gilt die KassensichV?

    Die KassenSichV gilt für elektronische Aufzeichnungssysteme. Dies sein definiert als
    • elektronische Kassensysteme, oder
    • computergestützte Kassensysteme, oder
    • Registrierkassen.
  • Was ist ausgenommen?

    Ausgenommen sind
    • Fahrscheinautomaten
    • Fahrscheindrucker
    • elektronische Buchhaltungsprogramme
    • Waren- und Dienstleistungsautomaten
    • Geldautomaten
    • Taxameter und Wegstreckenzähler
    • Geld- und Warenspielgeräte
  • Fallen Waagen unter die KassenSichV?

    Waagen sind weder elektronische oder computergestützte Kassensysteme noch sind sie Registrierkassen. Waagen werden oftmals mit Software-Applikationen ausgestattet zur Wägedatenerfassung und -verwaltung mit Funktionalitäten wie z.B. Erstellung des Wägescheins oder einer Barrechnung. Diese Software-Applikationen sind weder elektronische oder computergestützte Kassensysteme noch sind sie Registrierkassen. Es handelt sich dabei um elektronische Buchhaltungsprogramme. Diese sind von der Richtlinie ausgenommen.

Fazit

Waagen und zugehörige Software-Applikationen fallen nicht unter die KassenSichV.
Nachtrag:
Mit letzter Positionierung des VDMA sind Waagen mit einer softwaregestützen Protokollierung von Barrechnungsvorgängen (Kassenjournal) mit einer TSE-Einrichtung im Sinne der KassenSichV auszustatten.
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Änderung Steuersatz

Änderung Steuersatz
..oder neuen Steuersatz anlegen

Zum 01.07.2020 plant die Bundesregierung die Steuersätze zu reduzieren. Angedacht ist diese Minderung für ein halbes Jahr. Ein Zurückstellen ab 01.01.2021 ist also zu erwarten. Innerhalb WinWeigh wird der Steuersatz über eigene Tabelle den Materialien (Sorten/Artikel/Produkte/..) zugeordnet, so dass die Änderung des Steuersatzes innerhalb der Tabelle "Steuerart" ausreichen würde, um sämtliche mit diesem Steuersatz behafteten Materialien umzustellen. Siehe hierzu das Video Steuersatz ändern
Folgendes ist bei Änderung des Steuersatzes zu beachten:
  • Ab Änderung des Steuersatzes erfolgt dessen Verwendung
  • Vormalig erstellte Belege behalten den zu Ihrem Zeitpunkt gültigen Steuersatz
  • getrennte Abrechnung des Steuersatzes (alle Belege bis einschl. 30.06.2020)
  • das Gutschreiben von Rechnungen mit Belegen des "alten" Steuersatzes behalten den "alten" Steuersatz
  • Es sind keine Erstellungen von Rechnungen mit "altem"/vormaligem Steuersatz zu erwarten
  • Es sind keine Nacherfassungen von Belegen mit Datum vor Umstellung zu erwarten
Sollte also ein sauberer Start mit dem neuen Steuersatz nicht möglich sein (z.B. aufrund der Erstellung von Rechnungen mit Leistungsbezug vor 01.07.2020), so ist das Anlegen eines neuen Steuersatzes anzuraten.
Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihren Steuerberater mit folgenden Schwerpunkten:
  • Besonderer Steuerschlüssel/Steuer-ID?
  • Neues Erlöskonto für die neue Steuer?
  • Neues Erlöskonten für die Materialien?
Die Änderung / Umstellung jeden Materials ist in diesem Fall notwendig.
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Aufbewahrungsfristen

Wie lang sind Belege / Rechnungen aufzubewahren?

Kleinunternehmer bzw. Selbständige müssen nach §238 und §257 des HGB Geschäftsunterlagen über bestimmte Zeiträume aufbewahren. Das HGB §257 Abs. 1 differenziert zwischen einer Sechs- bzw. Zehn-Jahresfrist. Im Steuerrecht (Abgabenordnung [AO]) sind die Aufbewahrungspflichten detaillierter geregelt.

Folgende Zeiträume sind je Belegart vorgeschrieben (Auszug):

  • Wägebelege / Lieferscheine - 6 Jahre.
  • Quittungen / Barrechnungen - 10 Jahre.
  • Gutschriften / Rechnungen - 10 Jahre.
  • Die Aufbewahrungsfrist beginnt jeweils mit Ende des Kalenderjahres, in dem die Erstellung oder Korrektur des Dokumentes erfolgte.
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DSGVO - Europäische Datenschutzgrundverordnung

Ab 25.05.2018 tritt DSGVO in Kraft; was bedeutet das?

Im Groben:

  • Nur noch personenbezogene Daten, die für Tätigkeit zwingend erforderlich dürfen gespeichert/erhoben werden.
  • Zusätzliche Daten zu speichern muss begründet werden.
  • Daten sind so gut wie möglich gegen unbefugten Zugriff & unabsichtliches Löschen zu sichern.
    • Die Art & Weise wird hierbei nicht vorgeschrieben!
  • Erklärung des Warum / Auf welcher Rechtsgrundlage werden Daten erhoben.
    • zum Beispiel wegen Vertragsverhältnis / Wartungsvertrag - zur Angabe der auf Daten zugreifen darf.
  • Immer Recht auf Auskunft / Recht auf Vergessenwerden.
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Neues Eichrecht

Neues Eichrecht ab dem 1. Januar 2015

Mit der Veröffentlichung der Durchführungsverordnung zum neuen Eichgesetz tritt mit 01.01.2015 die vorab vereinbarte Novellierung des Eichgesetzes nach MessEV in Kraft. Daraus ergeben sich für die Betreiber von Waagen einige Änderungen. Einige Wichtige seien hier erwähnt. TARA Gespeicherte Gewichtswerte für Kraftfahrzeuge dürfen zur Bestimmung von Nettowerten nur herangezogen werden, wenn sie unmittelbar vor oder nach der Wägung des beladenen Kraftfahrzeugs festgestellt wurden. (Tara speichern deaktivieren siehe hier) ANZEIGEPFLICHT Waagen die ins Feld gebracht werden, müssen innerhalb sechs Wochen vom Betreiber beim zuständigen Landeseichamt angezeigt werden. EICHANMELDUNG Waagen müssen mindestens 10 Wochen vor Jahresablauf zur Eichung angemeldet werden. Wenn das geschieht und das Eichamt die Eichvorstellung der Waage nicht wahrnehmen kann, bleibt die Waage weiter geeicht, bis mit zuständigem Eichamt geeicht werden kann.
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Elektronische Belege

Elektronische Belege
Rechnungen/Wägescheine per e-mail

Im Zuge des Steuervereinfachungsgesetzes von 2011 sind in Deutschland seit dem 01.07.2011 elektronische und klassische Papier-Rechnungen gleichgestellt. Mit Einhaltung der rechtlichen Vorgaben ist es also erlaubt Rechnungen per PDF als e-Mail an den Rechnungsempfänger zu versenden. Folgende Vorgaben sind zu beachten (Kurzform):
  • Zustimmung des Rechnungsempfängers
  • menschliche Lesbarkeit
  • Unversehrtheit
  • Echtheit der Herkunft (Signatur)
Seit WinWeigh-Version 6.1.0.204 können Sie Belege, sowie Rechnungen als E-Mail versenden. Die jeweilige(n) E-Mail-Adressen für die/den Empfänger können Sie in den Stammdaten hinterlegen. Mit Klick auf den E-Mail-Button wird das PDF-Dokument erzeugt und in eine E-Mail - inkl. vordefinierbarer Betreff-/Textzeilen - verpackt. Je nach Parametrierung ist dieser Vorgang vollautomatisierbar.
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